Saugroboter

Kein echter Ersatz für den Staubsauger, aber einige helfen emsig mit. Die Stiftung Warentest hat sechs Saugroboter unter die Lupe genommen: Wie gründlich werden Teppich- und Hartboden gereinigt? Können die kleinen Haushaltshelfer gut Hindernisse überwinden? Wie umfassend werden Flächen gereinigt? Wie einfach ist die Handhabung? Wie laut arbeiten die Geräte? Wird der eingesammelte Staub zufriedenstellend zurückgehalten? Zudem überprüft wurden Stromverbrauch und Haltbarkeit.

Positiv: Hindernisse wie Kabel oder Schwellen meistern alle Geräte perfekt. Auch die Haltbarkeit ist bei allen optimal: Den Dauertest überstanden sämtliche Roboter problemlos. Alle Modelle fahren automatisch zur Ladestation zurück, wenn der Akku zur Neige geht. Bei der Reinigungsleistung jedoch zeigen sich enorme Unterschiede. Die Handhabung ist nicht bei allen Modellen gut. So werden die Punkte «Staubbehälter leeren», «Filter reinigen», «Staubrückhaltevermögen» und «Gerät reinigen» nur mit Teilnote «befriedigend» oder schlechter beurteilt. Lediglich ein Modell besitzt «gute» Bedienelemente und Anzeigen. Konsumenten sollten sich jedoch darüber im Klaren sein, dass ein Saugroboter einen Staubsauger nicht vollständig ersetzen kann; er ist eher eine nützliche Zusatzhilfe. Die Saugkraft der Roboter ist (noch) nicht vergleichbar mit der eines Staubsaugers.

Das Ergebnis: Kein Saugroboter erzielt die Bestnote «sehr gut». Ein Modell punktet mit Gesamtnote «gut». Drei Saugroboter schaffen nur Gesamtbewertung «befriedigend», zwei fallen mit «ausreichend» durch. Testsieger wird der «Vorwerk Kobold VR200», der beim Punkt «Reinigen» als einziger Roboter die Teilnote «gut» erhält. Ecken und Kanten auf Hartboden werden sogar perfekt gereinigt. Die Flächenabdeckung ist «gut». Folgende Punkte werden jedoch nur mit Teilnote «befriedigend» bewertet: «Inbetriebnehmen», «Bedienelemente», «Anzeigen», «Filter reinigen», «Gerät reinigen», «Fernbedienbarkeit», «Geräusch auf Teppichboden / Hartboden», «Staubrückhaltevermögen», sowie «Stromverbrauch». Das Entleeren des Staubbehälters wird sogar lediglich mit Teilnote «ausreichend» beurteilt.

Ein Roboter mit Gesamtnote «befriedigend» muss unbedingt erwähnt werden: Der «iRobot Roomba 980» ist der beste Saugroboter, wenn es um Fasernaufnahme geht - sowohl auf Teppich, als auch auf glatten Flächen. Das könnte für Haustierbesitzer interessant sein. Der «iRobot» hat zudem die besten Bedienelemente und Anzeigen aller Geräte - Teilnote «gut». Raumabgrenzung und Fernbedienbarkeit funktionieren perfekt. Leichte Schwächen zeigt der «iRobot» beim Aufnehmen von Mineralstaub auf Hartboden - Teilnote «befriedigend». Das grösste Manko beim «iRobot» sind jedoch Ecken und Kanten: Hier kommt der kleine Helfer nicht richtig gut klar - Teilnote «ausreichend». Die beiden Modelle mit Gesamtbewertung «ausreichend» sind nicht wirklich empfehlenswert: «iRobot Roomba 616» und «Miele Scout RX1 Red». Beide Roboter reinigen lediglich «ausreichend» oder schlechter. Der «iRobot» überzeugt jedoch mit seinem niedrigen Kaufpreis. Laut der Stiftung Warentest kann er beim «Hausputz bestenfalls Basisarbeit verrichten». Der «Miele» wiederum punktet mit sehr geringer Lautstärke. Glatte Böden werden ordentlich gereinigt - wobei Ecken ausgelassen werden. Auf Teppichboden ist die Reinigungsleistung jedoch lediglich «mangelhaft».
  • Test Sieger
  • Test Kriterien
Details Bewertung Fazit Anbieter
Vorwerk Kobold VR200

Vorwerk Kobold VR200

Bewertung
gut
iRobot Roomba 980 Roboterstaubsauger

iRobot Roomba 980 Roboterstaubsauger

Bewertung
okay

No criteria in test.

Quelle:

Stiftung Warentest vom 23.02.2017

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