Tag des Sonnenschutzes
Der Sommer 2026 steht vor der Tür – und mit ihm die Zeit, in der wir Schweizerinnen und Schweizer vermehrt draussen unterwegs sind. Ob am See, in den Bergen oder beim Grillieren auf der Terrasse: Der internationale Tag des Sonnenschutzes erinnert uns daran, dass UV-Strahlung kein abstraktes Risiko ist, sondern eine konkrete Gefahr für unsere Haut. Gerade hierzulande, wo die Alpenlage die Intensität der Sonnenstrahlen massgeblich verstärkt, lohnt sich ein bewusster Blick auf die richtige Schutzstrategie.
Warum Sonnenschutz in der Schweiz eine eigene Dimension hat
Die Schweizerische Krebsliga warnt seit Jahren vor den Folgen ungeschützter UV-Exposition. Was viele nicht wissen: In 3000 Metern Höhe ist die UV-Strahlung bereits um 30 bis 36 Prozent stärker als im Flachland. Schnee reflektiert zudem bis zu 90 Prozent dieser Strahlung – ein Effekt, der bei Skitouren oder Gletscherwanderungen oft unterschätzt wird. Das Resultat: Sonnenbrand, vorzeitige Hautalterung und ein erhöhtes Hautkrebsrisiko.
«Bergaktivitäten ohne adäquaten Sonnenschutz sind vergleichbar mit einem Strandurlaub am Äquator – nur dass wir die Gefahr aufgrund der Kälte weniger spüren.»
Was bedeutet das für Konsumentinnen und Konsumenten?
Sonnencreme: Mehr als nur der Lichtschutzfaktor
Der Lichtschutzfaktor (LSF/SPF) gibt an, um wie viel länger die Haut vor Sonnenbrand geschützt ist. Doch entscheidend ist auch der UVA-Schutz. Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten sollten nach dem UVA-Siegel Ausschau halten – dieses garantiert, dass der UVA-Schutz mindestens einem Drittel des UVB-Schutzes entspricht.
Bei der Wahl zwischen mineralischen (physikalischen) und chemischen Filtern gilt: Mineralische Filter mit Zinkoxid oder Titandioxid vertragen sich besser mit empfindlicher Haut, besonders bei Kindern. Chemische Filter sind oft leichter einzureiben, können aber bei Allergikern Probleme bereiten.
| Kriterium | LifeSystems SPF50+ 100ml | TravelSafe LSF 20 |
|---|---|---|
| Lichtschutzfaktor | SPF 50+ (hoher Schutz) | LSF 20 (mittlerer Schutz) |
| Einsatzzweck | Intensive UV-Exposition, Bergtouren | Alltag, leichter Sonnenschutz |
| Besonderheit | Kompakte Grösse für unterwegs | Reisetauglich, ergiebig |
:::tipp Plane für einen Bergtag mindestens alle zwei Stunden eine Nachcremung ein – und direkt nach dem Schwitzen oder nach Kontakt mit Wasser. Bei Gletschertouren oder Schneewanderungen ist sogar noch häufigeres Auftragen sinnvoll. :::
Sonnenschirme: Schatten allein reicht nicht
Ein qualitativ hochwertiger Sonnenschirm mit UV-Schutz bietet wertvollen zusätzlichen Schutz, ersetzt aber keine Sonnencreme. Besonders bei der Garten- oder Terrassengestaltung lohnt sich die Investition in ein Modell mit dokumentiertem UV-Schutz. Vorsicht bei Angeboten, die nur nach Verpackungseinheiten (VE) ausgewiesen sind – hier kann der Preis für Einzelkäufer schnell in die Irre führen.
Kinderhaut: Besonders schützenswert
Kinderhaut ist dünner und empfindlicher als die Erwachsenen. Sie reagiert schneller mit Sonnenbrand und speichert UV-Schäden für Jahrzehnte. Spezielle Kinder-Sonnencremes mit mineralischen Filtern, wasserfesten Formeln und ohne Parfüm sind die richtige Wahl. Achte beim Kauf auf Kinder-taugliche Applikationsformen wie Sticks oder Sprays, die das Eincremen erleichtern.
Die vollständige Schutzstrategie für Schweizer Verhältnisse
Eine durchdachte Sonnenschutz-Routine kombiniert mehrere Ebenen:
- Vermeidung: Mittagszeit (11–15 Uhr) meiden, wenn möglich
- Kleidung: UV-Schutzkleidung mit UPF-Beschriftung, Sonnenbrille mit UV-400-Filter
- Sonnencreme: Reichlich auftragen (ca. 30 ml für den ganzen Körper), regelmässig erneuern
- Schatten: Sonnenschirme, Pavillons oder natürliche Schattenplätze nutzen
- Höhenlage beachten: Je höher, desto intensiver der Schutzbedarf
:::warnung Wolken lassen sich nicht täuschen: Bis zu 80 Prozent der UV-Strahlung dringen durch Bewölkung. Auch an bedeckten Tagen in den Bergen gilt: Schutz auftragen! :::
Fazit
Der Tag des Sonnenschutzes ist kein Marketing-Event, sondern eine notwendige Erinnerung an ein alltägliches Gesundheitsrisiko. Für uns Schweizerinnen und Schweizer kommt erschwerend hinzu, dass unsere Freizeitkultur – Wandern, Skifahren, Wassersport – oft genau dort stattfindet, wo die UV-Belastung am höchsten ist. Wer bewusst einkauft, auf UVA- und UVB-Schutz achtet und Sonnencreme als festen Bestandteil der Ausrüstung betrachtet, nicht als optionales Extra, tut seiner Haut langfristig einen grossen Gefallen.
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