Skihelme mit Visier

Lediglich einer ist sicher. Das Magazin K-Tipp hat zusammen mit dem österreichischen Verein für Konsumenteninformation sieben Skihelme mit Visier getestet.

Die Vorteile eines Skihelms mit Visier: Das Visier ersetzt die Sonnenbrille. Brillenträger können ihre Brille komfortabel tragen. Zudem sind die Augen vor Wind, Sonne und Schnee geschützt. Beim Test wurden zunächst folgende Punkte untersucht: Stossfestigkeit des Helms, Schutz vor spitzen Gegenständen, Qualität des Haltesystems, Haltefestigkeit des Kinnriemens, Verarbeitungsqualität von Helm und Visier, bzw. UV-Schutz. Auch die Handhabung wurde unter die Lupe genommen: Wie einfach lässt sich der Helm anpassen? Wie gut sind Tragekomfort, Belüftung, sowie Hör- und Sehqualität? Wie leicht kann man das Visier austauschen? Enthalten die Skihelme Schadstoffe?

Zunächst erfreulich: Alle getesteten Helme schützen den Kopf vor spitzen Gegenständen wie z.B. Skistöcken. Bei sämtlichen Modellen sind die Visiere ausreichend robust und austauschbar. Bei Stoss- und Haltefestigkeit gibt es jedoch bei vielen Modellen Mängel. Deshalb erreicht keiner der Helme die Bestnote «sehr gut». Lediglich ein Skihelm schafft eine «gute» Gesamtnote, der «Uvex HLMT 300» für knapp 320 Franken. Dieser Helm ist sicher und bietet einen hohen Tragekomfort. Alle anderen Modelle werden in der Gesamtnote lediglich mit «genügend» beurteilt. Die Gründe: Starke Notenabzüge gibt es für die Kinnriemen von z.B. «Bollé» und «Cratoni». Bei einem heftigen Sturz reissen diese zu spät. Im Extremfall kann es zu schweren Halsverletzungen kommen. Die Skihelme «Alpina Jump JV» und «Bollé Backline Visor Soft» sind auch nicht so stossfest wie z.B. der «Cratoni Slash V» oder der Testsieger von «Uvex». Bei einigen Skihelmen lässt sich das Visier nur umständlich, bzw. nur mit Hilfe von Werkzeug austauschen. Ebenso unerfreulich: Die Helminnenfutter, bzw. Schaumstoffauflagen der Visiere sind im aktuellen Test wieder höher mit problematischen Schadstoffen belastet – das war in früheren Tests besser. Auch der UV-Schutz könnte von den Herstellern optimiert werden.

Tipps: Bei starkem Wind, z.B. im Hochgebirge sind Skihelme mit Visier nicht geeignet. Mit dem Visier sollte man sorgsam umgehen und darauf achten, dass dieses nicht zerkratzt. Verspiegelte Scheiben sind besonders kratzempfindlich – hier entsteht ein Kratzer oft schon durch einen Wischer mit dem Handschuh. Ein zerkratztes Visier stört die Sicht und erhöht die Unfallgefahr.
  • Test Sieger
  • Test Kriterien
Details Bewertung Fazit Anbieter
HLMT 300

Uvex

HLMT 300

Bewertung
gut
Note/Punkte
5.0/6

Skihelm mit Visier

Testsieger; gut einstellbare Belüftung; waschbares Innenfutter; Freiraum für Ohren; Unterkante ist mit Gummi eingefasst; Kopfband: Verstellrad klein, aber griffig

Visiermontage ist umständlich; Helm eng geschnitten

No criteria in test.

Quelle:

K-Tipp vom 26.11.2014

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